Landwirtschaft (Sans&Schönit GbR)

Jeder landwirtschaftliche Betrieb ist einzigartig. Ob Milchviehhaltung, Geflügelhaltung, Gemüsebau, Weinbau, ökologische, integrierte oder konventionelle Wirtschaftsweise – es sind viele Faktoren, die zur Entwicklung eines landwirtschaftlichen Betriebes beitragen. Diese sind in erster Linie die Standortfaktoren, also die Bodenverhältnisse und das Klima. Weiter spielen soziale Gegebenheiten, das Wissen und die Interessen des Betriebsleiters, die Vermarktungsstrukturen und vieles mehr eine Rolle.

Die Betriebsleiter Rudolf Schönit und Walter Sans haben sich 2003 für eine Kooperation ihrer Betriebe entschieden. Diese Zusammenarbeit als Sans-Schönit GbR ermöglichte zum einen die Spezialisierung der Standorte, zum anderen trägt die Teamarbeit wesentlich dazu bei, die großen Herausforderungen der Zukunft in Bezug auf artgerechte Tierhaltung und umweltschonende Verfahren und Techniken im Ackerbau, zu meistern.

Mittlerweile beschäftigt die Sans-Schönit GbR mehrere Mitarbeiter, bildet Lehrlinge aus und ermöglicht es interessierten SchülerInnen ein Praktikum zu absolvieren.

Tierhaltung

Auf dem Hof in Buchen leben insgesamt ca. 500 Aufzucht-Rinder. Die Kälber, die in Walldürn auf die Welt kommen, werden im Alter von ca. 3 Monaten nach Buchen gebracht. Hier bleiben die männlichen Rinder, also die Bullen, bis zur Schlachtreife. Diese ist mit ungefähr 18 Monaten erreicht. Die weiblichen Tiere werden mit ca. 2 Jahren von unserem Zuchtbullen gedeckt und verlassen den Hof vor der Kalbung. In Walldürn bekommen sie dann ihr erstes Kalb und werden dort gemolken. Somit besteht ein geschlossener Kreislauf zwischen den beiden Betriebsstandorten.
Das Futter für die Tiere wird zum größten Teil auf den eigenen Feldern selbst produziert. Ein geringer Teil des Kraftfutters wird zugekauft. Die Fütterung erfolgt dabei ausschließlich gentechnikfrei.

Ackerbau

Nach den Grundlagen des integrierten Anbaus werden auf unseren Feldern verschiedene Getreidearten, Silomais und Ackerfutter angebaut.
Silomais und Gerste dienen hierbei in erster Linie als Futter für unsere Tiere, während Weizen und Roggen als Brotgetreide verkauft wird.
Außerdem ernten wir von unseren Wiesen gutes Heu und Grassilage.

Biostrom

In Zusammenarbeit mit der Energiegenossenschaft “Energie + Umwelt eG” konnte 2015 eine Biogasanlage in Betrieb genommen werden. Mit dieser Anlage, die ausschließlich mit Gülle und Mist betrieben wird, können pro Jahr ca. 630.000 kWh Strom erzeugt werden. Diese Menge reicht aus um 140 x 4-Personen-Haushalte mit grünem Strom zu versorgen. Außerdem wird mit Photovoltaikanlagen, die auf den Stallgebäuden angebracht sind, regenerativer Strom erzeugt.

Zusammenarbeit

Die Betriebsschwerpunkte auf dem Hof Sans in Walldürn sind die Milchviehhaltung, die Kälberaufzucht sowie Ackerbau und Grünlandbewirtschaftung. Die Milch der 450 Kühe wird an die Molkerei Danone in Ochsenfurt geliefert.
Seit Mitte 2015 kann man rund um die Uhr frische Milch am Milchautomaten direkt ab Hof einkaufen.

Im Herbst 2016 wurde auch in Walldürn ein Gülle-Biogasanlage in Betrieb genommen.

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